
Veröffentlicht am 28. August 2026.
Der Flanell-Anzug enthüllt
Jedes Jahr kommt der Moment, an dem der Sommeranzug das Handtuch wirft. Wenn das Leinen, das euch im Juli gerettet hat, im November zur Last wird. Ihr kramt den dicken Mantel hervor, um ein Sakko auszugleichen, das ein bisschen zu dünn ist, um euch auch nur annähernd warm zu halten. Diesen Moment haben wir alle schon oft erlebt. Genau deshalb haben wir vor 5 Jahren einen Winter-Anzug ausgeheckt. Willkommen zurück, geliebter Flanell.



Italien ist gut, aber Österreich ist besser.
Wenn Marken auf der Suche nach gutem Flanell sind, zieht es sie in den Norden Italiens. Wollen sie aber das Allerbeste, geht es nach Österreich.
Genauer gesagt in die Steiermark. Eine bergige Region im Südosten und Heimat von Leichtfried, einer Familienmanufaktur in vierter Generation, die seit 1884 Wolle webt. Ihre Spezialität ist eine einzigartige Art von Flanell namens Loden. Ursprünglich entwickelt, um den heimischen Bergadel warm zu halten, und wenig überraschend macht er das ziemlich gut. Außerdem ist er extrem strapazierfähig.
Was uns überzeugt hat, war ihre Arbeitsweise. Bei ihnen passiert alles unter einem Dach. Sie waschen die Wolle, spinnen sie, weben sie und veredeln sie am selben Ort. Der Stoff verlässt sie nie, vom Rohmaterial bis zur fertigen Rolle. Leider ist das heutzutage eine echte Seltenheit.




Ein Flanell macht kein Theater
Flanell ist Wolle, die auf beiden Seiten angeraut wird, was ihr das matte, filzige Gefühl gibt. Doch dieses Anrauen schwächt sie, und viele Flanelle beulen an Knien und Ellbogen viel zu früh aus.
Die Antwort heißt Dichte. Wir nehmen eine extrafeine Merinowolle, dicht gewebt mit rund 240 g/m². Wir rauen die Oberfläche für Weichheit an, doch darunter bleibt die Webung dicht. Der Grund für die Wärme. Die angeraute Oberfläche schließt Luft ein, den besten Isolator überhaupt, und macht ihn so deutlich wärmer als ein glatter Stoff mit gleichem Gewicht sein kann. Und das alles, ohne euch wie ein Wäschebündel einzupacken.

Der Rest ist gute Schneiderei
Die Passform basiert auf unserem Neuen 4-Jahreszeiten-Set, genau wie unser Leinenanzug und der Fresco-Anzug, nur eben aus Flanell geschnitten.
Das Sakko hat eine neapolitanische Schulter, die weich und leicht wattiert ist und natürlich fällt. Die Brust ist halb ausgearbeitet, und der Anzug ist voll gefüttert. Wir haben uns für einen Filzunterkragen entschieden, damit der Kragen sauber rollt, und zwei Schlitze am Rücken, damit die Linie erhalten bleibt, wenn ihr euch hinsetzt oder die Hände in die Taschen steckt.
Die Hose hat eine nach vorn gelegte Falte, die zusätzlichen Platz an den Oberschenkeln schafft, eine scharfe Bügelfalte, die das Bein streckt, und einen dezenten Silikonstreifen im Bund, damit euer Hemd an Ort und Stelle bleibt. Sie wird ungesäumt geliefert, damit ihr sie vor Ort auf genau die richtige Länge und im gewünschten Stil fertigstellen könnt. Schlicht oder mit Umschlag.
3 Anzüge, 2 Charaktere
Eine kleine Feinheit: Das Sakko gibt es in zwei verschiedenen Versionen. Zweireihig für die gestreifte Marineblau-Version und einreihig für die schlichten Versionen in Marineblau und Anthrazit.
Wir sehen uns am Dienstag
Der Flanell-Anzug ist ab kommendem Dienstag um 10 Uhr vorbestellbar. Das Sakko kostet 279 € in der Vorbestellung und steigt danach auf 359 € aus dem Lager. Die Hose kostet 159 € in der Vorbestellung, danach 199 €. Sakko und Hose gibt es als einzelne Artikel oder als kompletten Anzug, ganz wie ihr wollt.
Wie immer gilt: Wer zuerst bestellt, wird zuerst beliefert – Lieferung ab Ende Oktober. Um eine Stunde vor allen anderen benachrichtigt zu werden, tragt einfach unten eure E-Mail-Adresse ein.
ASPHALTE