Pflegeanleitung für die Rauen Boots

Diese Rauen Boots gehören definitiv zu den robustesten, die wir je gemacht haben. Und trotzdem freuen sie sich ab und an über wohl dosierte Pflege. Wir erklären euch, wie ihr sie so in Schuss haltet, dass ihr sie noch euren Enkeln vererben könnt.

Tägliche Pflege

Den Anfang machen 3 grundlegende, aber sehr effektive Tipps:

  1. Tragt sie nicht tagelang. Leder muss, wie viele andere Dinge auch, atmen dürfen. Tragt sie im Wechsel mit anderen Schuhen, dann bleiben sie euch länger treu.
  2. Gönnt euch ein Paar Schuhspanner, wenn möglich aus Zedernholz. Das Holz hält die Boots in Form und nimmt Feuchtigkeit auf. Definitiv ein Gadget, das sich lohnt, anders als die neongelbe Hose, die ihr euch letztes Jahr auf dem Flohmarkt gekauft habt.
  3. Clevere Aufbewahrung. Stellt sie niemals in einem feuchten Raum oder in der Sonne am Fenster ab. Durch Feuchtigkeit verzieht sich das Leder, durch Sonneneinstrahlung bleicht es aus. Ein trockener und dunkler Platz ist ideal.

3 Lederarten, 3 Ansätze

Ihr habt die Wahl zwischen 3 Lederarten – jede mit ihrer eigenen Pflegeroutine. Hier sind die wichtigsten Infos.

Für Glattleder, dunkelbraun

Diese Lederart hat besonders viel Charakter. Es ist zunächst unbehandelt und entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina.

  1. Zuerst die Schnürsenkel entfernen: Nehmt sie vor der Reinigung heraus und wascht sie separat von Hand.
  2. Reinigen und dann trocknen lassen: Wischt eure Stiefel mit einem sauberen, leicht feuchten Tuch ab und lasst sie dann an der Luft trocknen (niemals in der Nähe einer Heizung).
  3. Das Leder pflegen: Tragt eine für glattes Leder geeignete Politur oder Creme auf. Lasst euch von einem Fachmann beraten, um den richtigen Farbton auszuwählen, und testet die Creme immer zuerst an einer versteckten Stelle.
  4. Sanft einarbeiten: Reibt die Creme mit einem sauberen Tuch oder einer Polierbürste in kreisenden Bewegungen ein. Lasst sie einige Minuten einwirken.
  5. Poliert sie auf Hochglanz: Wischt überschüssiges Material mit einem trockenen Tuch ab und lasst die Stiefel vollständig trocknen.

Für Veloursleder, kamel

Der Softie der Gruppe. Veloursleder ist anfälliger für Wasser und benötigt daher etwas mehr Aufmerksamkeit:

  1. Haltet es von Regen fern: Dieses Leder ist nicht für Regengüsse geeignet. Wenn ihr vom Regen überrascht werdet, lasst die Stiefel bei Raumtemperatur natürlich trocknen – niemals in der Nähe einer Wärmequelle.
  2. Entfernt die Schnürsenkel, bevor ihr die Schuhe imprägniert oder reinigt.
  3. Imprägniert die Schuhe VOR dem ersten Tragen: Das ist unverzichtbar. Sprüht ein Imprägniermittel auf die gesamte Oberfläche (nachdem ihr die Schnürsenkel entfernt habt). Wiederholt das jeden Monat oder nach etwa 10 Mal Tragen.
  4. Pflegt sie mit einer Velourslederbürste: Damit werden die Fasern aufgerichtet und Staub entfernt. Bürstet immer in Richtung des Haars.
  5. Verwendet einen Velourslederradierer, um hartnäckige Flecken oder Verunreinigungen zu entfernen. Reibt sanft über die betroffene Stelle.

Für gewachstes Leder, dunkelbraun

Das robuste Leder. Es ist strapazierfähig, benötigt aber dennoch etwas Pflege:

  1. Entfernt die Schnürsenkel, bevor ihr das Leder imprägniert oder reinigt.
  2. Immer VOR dem ersten Tragen imprägnieren: Das ist echt wichtig. Sprüht ein Imprägnierspray auf die ganze Oberfläche. Wiederholt das regelmäßig – mindestens einmal im Monat oder nach etwa 10 Mal Tragen.
  3. Vermeidet starken Regen: Auch wenn dieses Leder robust ist, solltet ihr es trotzdem nicht absichtlich nass werden lassen.
  4. Bürstet es regelmäßig, wenn es trocken ist: Verwendet eine weiche Bürste, um Staub und Schlamm zu entfernen.
  5. Wachst das Leder bei Bedarf nach: Wenn das Leder stumpf aussieht oder seinen öligen Glanz verliert, tragt Wachs oder Balsam für gewachstes Leder auf. Reibt es mit einem sauberen Tuch in kreisenden Bewegungen ein, lasst es einziehen und wischt dann den Überschuss ab.

Das kleine bisschen Extra, das den Unterschied macht

Das Tolle am Goodyear-Welt ist: wenn die Sohlen anfangen, den Geist aufzugeben (und bis dahin zieht viel Zeit ins Land, ganz sicher), kann jeder gute Schuhmacher die Boots neu besohlen. Und mit dieser kleinen Reparatur halten die Stiefeldann jahrzehntelang.

Danke

Jetzt wisst ihr alles, was ihr bei der Pflege der Rauen Boots beachten müsst. Wir melden uns in ein paar Wochen wieder, um zu sehen, wie es euch Beiden so geht. Falls ihr in der Zwischenzeit Fragen oder Kommentare habt, sagt uns gerne Bescheid. Egal ob positiv oder negativ, wir wollen eure Meinung hören. Meldet euch unter: support@asphalte.com oder Insta.

Danke noch mal,

euer Asphalte-Team